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Die Spur der Bücher

Roman von Kai Meyer

448 Seiten

Ein magischer Detektivroman im viktorianischen London

 

London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt. Nachdem Mercy Amberdale einen Freund bei einem Einsatz verloren hat, schwört sie der Bibliomantik ab und macht sich fortan auf die Suche nach Büchern. Doch die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe und auch die Gegenwart ist alles andere als rosig. Verfolgt und mit einem fast aussichtlosen Auftrag, bleibt ihr bald nichts anderes mehr übrig, als doch wieder nach ihrem Seelenbuch zu greifen. Dabei gerät sie auf die Spur einer geheimnisvollen Unbekannten. Doch ist die wirklich so fremd?

Die Spur der Bücher spielt zeitlich vor der „Welt der Bücher“-Reihe. Man kann diesen Band unabhängig von der Reihe lesen, es wird eine neue Reihe begonnen. Für mich war das Buch fast ein wenig wie nach Hause kommen. Ein Wiederlesen mit all den schönen Dingen, die ich schon aus der ersten Reihe kannte. Die Seelenbücher, Origamis, Seelenherzen und natürlich die kleinen Zaubereien.

Das Buch liest sich fast wie ein Krimi. Es gibt Tote und Mercy schreibt es sich auf die Fahnen, den Mörder zu finden. Das ist nicht ganz so einfach, weil sie ja in Kreisen der Magie ermittelt und alle anderen stärker als sie zu sein scheinen. Meyers Schreibstil hat mich sofort wieder gefesselt. Seine spritzigen Dialoge, die hübschen Figuren und die spannende Handlung machen dieses Buch wieder zu etwas Besonderem. Mercy ist ein Charakter, den man lieben muss. Sie ist keine Überfrau, hadert mit ihrer Vergangenheit und macht Fehler. Ihre Freunde hingegen bleiben etwas blass und nehmen wenig Raum ein. Vielleicht ändert sich das in den Folgebänden ja noch, was mich sehr freuen würde. Denn die Szene als Tempest Philander die Wolkenfiguren zeigt, fand ich überaus gelungen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mona (Freitag, 15 März 2019 16:48)

    Oh wie toll ich liebe alles, was mit London zu tun hat, der Roman wäre total was für mich :)
    Liebe Grüße, Mona